Dienstag, 10.04.2018: Deutschland 2018: Milliardengewinne und Arbeitsplatzabbau – Wie passt das zusammen?

KARLSRUHE: Dienstag, 10. April 2018, 19:30 Uhr
barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Z. B. Siemens: Im November 2017 gibt das Unternehmen seine Geschäftszahlen (83 Milliarden Euro Umsatz, mehr als 6 Milliarden Euro Gewinn) bekannt und kündigt zugleich die Schließung mehrerer durchaus profitabler Werke inklusive der Streichung einiger tausend Arbeitsplätze in Deutschland an. Zu der öffentlichen Empörung, dass Gewinne und Entlassungen doch nicht zusammen gehen, meldet sich Siemens unter anderem mit folgendem Statement zu Wort:

„Siemens hat einen Milliardengewinn erwirtschaftet und will trotzdem Arbeitsplätze abbauen und Standorte schließen. Wie passt das zusammen? Das mag nach einem Widerspruch aussehen, ist aber keiner.“ (FAQ zur ‚Restrukturierungsdebatte‘, siemens.com)

Siemens und die Öffentlichkeit werden sich im Laufe der Debatte einig: Die Abhängigkeit der betroffenen Arbeitskräfte von ihren Arbeitsplätzen begründet keinen sozialen Auftrag an erwirtschaftete Milliardenüberschüsse. Mehr noch: Die Debatte gerät zu einer Aufklärung darüber, was unter dem Stichwort „wirtschaftliche Vernunft“ gefasst wird, also wie das Geschäft mit und der Lebensunterhalt aus abhängiger Arbeit zusammengehören.

Wir wollen die Argumente der Debatte um den ‚Fall Siemens‘ prüfen und dabei folgende Frage klären:
Was soll daran eigentlich einleuchten?

Zur Vorbereitung empfehlen wir folgenden Artikel:
Verstimmung zwischen dem deutschen Musterkonzern und seinen Liebhabern: Öffentliche Kritik und Antikritik am ‚Fall Siemens‘

GegenStandpunkt 1-18
Artikel im Internet verfügbar

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Planungsregeln für erfolgreiches Wirtschaften in der kapitalistischen Konkurrenz

Wie wird gedacht in einer akademischen Disziplin, die kapitalistische Ausbeutung als Lehrberuf im Angebot hat und sich damit allergrößter Nachfrage erfreut?

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Dienstag, 13.03.2018: Freiheit – der höchste Wert bürgerlicher Gemeinwesen III

Diskussionsveranstaltung 3. Termin

KARLSRUHE: Dienstag, 13. März 2018, 19:30 Uhr
barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Freiheit und Gleichheit sind die höchsten Werte unsere Gesellschaft. Entsprechend der Verfassung bilden sie die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens, auf der sich jeder um seine persönlichen Interessen kümmern kann.
Wenn dies vielen nicht gelingt und die Verwirklichung der Interessen sehr unterschiedlich ausfällt, werden dafür allenfalls die mangelnde Verwirklichung von Freiheit und Gleichheit verantwortlich gemacht.
Angesichts dessen, dass die Interessen vieler trotz großer Anstrengungen nicht zum Zuge kommen, lohnt es sich, einmal über die Gründe und damit auch über die Grundprinzipien dieser Gesellschaft nachzudenken.

Nach der Analyse der ökonomischen Freiheit setzen unsere Diskussion mit der politischen Freiheit fort.

(Neueinstieg ist möglich)

Dienstag, 23.01.2018: Freiheit – der höchste Wert bürgerlicher Gemeinwesen II

Diskussionsveranstaltung 2. Termin

KARLSRUHE: Dienstag, 23. Januar 2018, 19:30 Uhr
barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Freiheit und Gleichheit sind die höchsten Werte unsere Gesellschaft. Entsprechend der Verfassung bilden sie die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens, auf der sich jeder um seine persönlichen Interessen kümmern kann.
Wenn dies vielen nicht gelingt und die Verwirklichung der Interessen sehr unterschiedlich ausfällt, werden dafür allenfalls die mangelnde Verwirklichung von Freiheit und Gleichheit verantwortlich gemacht.
Angesichts dessen, dass die Interessen vieler trotz großer Anstrengungen nicht zum Zuge kommen, lohnt es sich, einmal über die Gründe und damit auch über die Grundprinzipien dieser Gesellschaft nachzudenken.

Wir setzen unsere Diskussion mit der politischen Freiheit fort.

(Neueinstieg ist möglich)

Dienstag, 09.01.2018: Freiheit – der höchste Wert bürgerlicher Gemeinwesen

Diskussionsveranstaltung

KARLSRUHE: Dienstag, 09. Januar 2018, 19:30 Uhr
barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Freiheit und Gleichheit sind die höchsten Werte unsere Gesellschaft. Entsprechend der Verfassung bilden sie die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens, auf der sich jeder um seine persönlichen Interessen kümmern kann.
Wenn dies vielen nicht gelingt und die Verwirklichung der Interessen sehr unterschiedlich ausfällt, werden dafür allenfalls die mangelnde Verwirklichung von Freiheit und Gleichheit verantwortlich gemacht.
Angesichts dessen, dass die Interessen vieler trotz großer Anstrengungen nicht zum Zuge kommen, lohnt es sich, einmal über die Gründe und damit auch über die Grundprinzipien dieser Gesellschaft nachzudenken.

Wir wollen mit der Freiheit beginnen.

Dienstag, 28.11.2017: Der Sozialstaat

Notwendigkeit und Leistung staatlicher Betreuung der modernen Armut

KARLSRUHE: Dienstag, 28. November 2017, 19:30 Uhr
barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Die deutsche Wirtschaft ist produktiv wie nie.

Gleichzeitig häufen sich Berichte über die zunehmende Armut.

Wirtschaftliche Erfolge und ein sorgenfreies Leben fallen in der Marktwirtschaft offensichtlich nicht zusammen.

Immerhin: Die Armut wird nicht geleugnet – und auch nicht ignoriert. Der Staat kümmert sich um sie, ergänzt die Marktwirtschaft um das Soziale, betätigt sich als Sozialstaat und macht aus der wirtschaftlichen Konkurrenz die soziale Marktwirtschaft.

Und das schon fast 70 Jahre. Beseitigt hat das die Armut nicht. Vielmehr ist ihre Betreuung eine Daueraufgabe des Staates – die auch nicht unumstritten ist.

Deshalb wollen wir folgendes zur Diskussion stellen:

  • Warum gehört zu einer erfolgreichen Wirtschaft ein Prekariat?
  • Was leiste der Sozialstaat für seine Betreuungsfälle?
  • Was ist das Soziale an der sozialen Marktwirtschaft?
  • Dienstag, 10.10.2017: Wählen ist verkehrt

    Die Wahl – Eine Sternstunde demokratischer Herrschaft

    KARLSRUHE: Dienstag, 10. Oktober 2017, 19:30 Uhr
    barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)


    Flyer

    Die nationale Führung lässt wählen – Das Volk bekommt, was es immer bekommt: Eine neue Regierung

  • Worum ging es also bei der Wahl?
  • Was leistet sie für die politische Herrschaft in der Demokratie?
  • und was für den Wähler?
  • Die Klärung dieser Fragen wird ergeben, warum in der Demokratie so viel Wert auf die Beteiligung des Volkes bei der Auswahl der politischen Führung gelegt wird – und woran die Freiheit des Wählens ihre Grenzen hat.

    „Wählen ist verkehrt“ – Warum ist „Nicht-Wählen“ nicht die Alternative?

    (mehr…)

    Dienstag, 11.07.2017: Trumps „America first“ gegen den Rest der Welt

    Klarstellungen über die Ekelhaftigkeiten unserer globalen Wirtschaft

    KARLSRUHE: Dienstag, 11. Juli 2017, 19:30 Uhr
    barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

    – In Deutschland heißt es, Donald Trump zerstöre mit seinem Protektionismus die Grundlagen und Prinzipien des freien Welthandels, der die Voraussetzung für allgemeinen Wohlstand sei. Und die gigantischen deutschen Außenhandelsüberschüsse, an denen sich Trump stört, die Deutschland zu einer ökonomischen Weltmacht machen, sollen bloß ein für Deutschland schöner, für die USA jedenfalls nicht zu beanstandender Nebeneffekt von höheren Prinzipien sein, um die es „uns“ eigentlich geht und auch den USA gefälligst (wieder) zu gehen habe?
    – Trump habe Unrecht mit seiner Kritik, dass der Euro vor allem ein deutsches Konkurrenzprojekt gegen die USA sei. Aber wie passt es zu diesem Dementi der anti-amerikanischen Stoßrichtung des Projekts Europa, dass gleichzeitig die Einheit Europas neu beschworen wird und die deutsche Kanzlerin schon mal zur neuen Führerin des Westens ausgerufen wird?
    – Trump sei in seiner Außenpolitik dilettantisch und unberechenbar. Aber warum soll die Außenpolitik der amerikanischen Weltmacht eigentlich ihren Zweck und ihr Gütekriterium darin haben, für ihre „Partner“ berechenbar zu sein? Was, wenn Trump es genau andersherum sieht, weil er die lieben „Partner“ vor allem für Konkurrenten hält, die Amerika ausnutzen?
    Wenn hiesige Politiker und Medien kritisch über Trump herziehen, dann verraten sie einerseits viel über das deutsch-europäische Interesse an der Weltordnung vor Trump, die sich für die eigenen Ambitionen offenbar prächtig ausnutzen ließ. Darum sind andererseits brauchbare Auskünfte darüber, was Trump eigentlich warum an den internationalen Verhältnissen auszusetzen hat und was er darum mit aller Macht zu ändern gedenkt, aus solchen Kreisen eher nicht zu haben.
    Diese theoretischen Auskünfte soll es auf unserer Veranstaltung geben. Die darum auch eines ganz gewiss nicht im Angebot hat: die Verwechslung der Kritik des Trump’schen Aufbruchsprogramms mit dem Wunsch nach einer Rückkehr zu den guten alten Zeiten des guten alten Westens, den es so, wie er heute beschworen wird, nie gegeben hat. Und schon gar nicht wird die Kritik, die wir zu bieten haben, die Hoffnung aufkommen lassen, dass ausgerechnet mit ganz viel deutsch-europäischer Tatkraft in Sachen „neuer Verantwortung für die Welt“ vielleicht doch alles nicht so schlimm wird.

    Dienstag, 13.06.2017: US-Präsident Trump

    Ein Staatsmann mit einer Mission

    KARLSRUHE: Dienstag, 13. Juni 2017, 19:30 Uhr
    barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

    Den neuen US-Präsidenten hält die zivilisierte Welt – abgesehen vielleicht von England und den rechten und rechtsradikalen Parteien Europas – für eine Katastrophe; seine Wähler für Blödmänner, die auf einen Scharlatan hereinfielen. Das mächtigste Office des Globus hält sie für komplett fehl besetzt, denn für sie sitzt da nicht nur eine Reality-TV-Figur, ein politisch unerfahrener Immobilien-Milliardär, der nicht auf seine Fachleute und auf die Geheimdienste hört, sondern ein notorischer Lügner, Hetzer, Rassist, Sexist und Egomane. Hyper-Nationalist, Populist und Undemokrat sind noch die politischsten unter den Verurteilungsformeln für einen Politiker, den man gar nicht als Staatsmann, sondern als narzisstische Privatperson wahrnimmt; eine Figur, die man nicht ernst nehmen kann und doch fürchten muss.

    Dieser Verachtung, dem psychologisierenden Lächerlich-Machen und Verteufeln des Wahlsiegers soll auf der Veranstaltung widersprochen werden. Für eine Beurteilung des neuen Präsidenten ist das politische Angebot zu prüfen, das er seinen Wählern macht. Denn daraus geht die Mission hervor, die er dem Amt des Staatschefs der USA gibt und die er nach innen und außen durchzusetzen sich schuldig ist. Diese Mission sich klarzumachen, ist Kritik an Trump und am Amt gleich mit.

    Auf der Veranstaltung soll Folgendes erklärt und diskutiert werden:
    - Was meint Donald Trump, wenn er sagt: „Wir nehmen die Macht von Washington D.C. und geben sie an euch, das Volk, zurück“?
    - Warum sind er und halb Amerika davon ergriffen, dass er, der Milliardär, sich mit den „vergessenen“ Arbeitern und Arbeitslosen des „Rust Belt“ in eins setzt?
    - Wieso beschimpft er als Inhaber des höchsten aller Ämter ausgerechnet die Amtsträger der USA als „Establishment“ und bekämpft viele von ihnen nach Kräften?
    - Welche Mission verfolgt er für sein Volk und für die USA, wenn er mit dem, was er versprochen hat, im Amt Ernst macht?

    Dienstag, 14.02.2017: Notwendigkeit und Logik des gewerkschaftlichen Kampfes

    KARLSRUHE: Dienstag, 14. Februar 2017, 19:00 Uhr
    Barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

    Gewerkschaften kämpfen …
    … für Löhne, von denen man leben kann.
    … für Arbeitsbedingungen, die man aushalten kann.
    … für Renten, die für ein gutes Leben im Alter reichen.
    All das ist ohne die gewerkschaftlichen Kämpfe wohl nicht zu haben, sonst bräuchte es die Kämpfe ja nicht. Es ist in den modernen Gesellschaften offensichtlich nicht selbstverständlich, dass man von seiner Arbeit leben kann, nicht einmal dass man überhaupt eine hat.
    Verwunderlich ist das nicht, denn gearbeitet wird für den Markt, an dem es Waren zu verkaufen und Gewinne zu machen gilt. Unternehmen haben ihren gesellschaftlich anerkannten und gewollten Zweck und Erfolgsmaßstab im Geld, dass sie am Markt erzielen. Für die Produktion, die sie dafür stattfinden lassen, sind die vom Lohn Abhängigen ein Produktionsfaktor. Deren Arbeit soll die Produkte schaffen, die am Markt den Erfolg der Unternehmen sicher stellen. Die Erwartung an ihren produktiven Beitrag ist entsprechend doppelt anspruchsvoll: Auf der Seite der Arbeit gilt: je mehr Produkte also Arbeitsleistung, desto besser; auf der Seite der Löhne gilt: sie gehen als Kosten in die betriebswirtschaftliche Rechnung der Unternehmen ein, und sind deshalb niedrig zu halten.
    Im Zweck des Produzierens in der Marktwirtschaft ist das Interesse der Arbeitenden an einem guten Leben nicht nur nicht berücksichtigt, es steht vielmehr im Gegensatz dazu. In ihrem leben Können sind sie abhängig davon, was die Unternehmen aus ihrem Arbeitsvermögen an Umsatz und Gewinn herausholen – und ob sie überhaupt eine Geschäftsgelegenheit sehen, für die sich die Arbeitskosten lohnen.
    Den Konsequenzen dieser Abhängigkeit stellen sich die Arbeitenden entgegen, wenn sie sich in Gewerkschaften organisieren, sich kämpferisch zusammen schließen, um Berücksichtigung ihrer Interessen zu erstreiten. Das ist der sachliche Ausgangspunkt der Gewerkschaften: der Gegensatz zwischen dem Unternehmenszweck und den Interessen der Arbeiter. Mit ihrem Kampf ringen sie darum, gegen den Unternehmenszweck dem Interesse der Arbeitenden Geltung zu verschaffen – also dem Gegensatz das Gegensätzlich zu nehmen.
    Diesen Kampf führen die Gewerkschaften inzwischen seit 125 Jahren. Darüber hat sich Einiges an Inhalt und Form des Kampfes verändert. Losgeworden sind sie ihn aber nicht. Deshalb soll in der Diskussionsveranstaltung der Frage nachgegangen werden, worin die Logik dieses Kampfes besteht.