Corona-Pandemie

Die Zeitschrift GegenStandpunkt hat zur Corona-Pandemie einige Artikel veröffentlicht:
(Hier einige Auszüge.)

Pandemie XIX: Deutschland und sein „Impfdebakel“
Impfnationalismus? Bei uns? Keine Spur!

Ende Dezember, mitten im etwas freudlosen Weihnachtslockdown, beginnt das große Impfen in Deutschland und Europa. Und bevor die deutschen Bürger ihren Impftermin erfahren und eine Kanüle zu Gesicht bekommen, impfen sie Merkel und Co vorab mit der salbungsvollen Botschaft, dass Vernunft und Vertrauen der Bevölkerung in die Pandemie-Politik nun mit dem Impfstoff belohnt werden.

Pandemie XV: Geschäft und Gewalt kümmern sich um die Immunisierung der Menschheit
Der Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Da soll noch mal jemand sagen, die Reichen und Mächtigen würden sich nicht um die drängendsten Fragen der Menschheit kümmern! Die im globalen Kapitalismus für „Menschheitsprobleme“ tatsächlich Zuständigen haben sich schon an die Rettung der Menschheit gemacht, bevor die überhaupt so recht gemerkt hat, wie ihr geschieht: Früh genug blitzten die Dollarzeichen in den Augen der Pharmaunternehmer auf, wenn sie an das Ansteckungspotential der neuen Seuche denken; und alle Nationen, die etwas auf sich halten, mischen längst mit im „Rennen um den Impfstoff“.

Pandemie X: Die Bürger und ihre ultimative Wahrheitsfrage – wer ist schuld an der ganzen Misere?!
Von der Pandemie zum Pandämonium des Bösen
Besorgt registriert man in der Republik sich häufende Zusammenrottungen rechtschaffener Bürger zu „Hygiene-Demonstrationen“, auf denen sie gegen obrigkeitliche Bevormundung, Entmündigung und Schlimmeres protestieren: Allen volksaufklärerischen Bemühungen von Medizinern, Ministern und Moderatoren zum Trotz, die ihr Bestes geben zur Klarstellung der aktuellen Gefährdungslage, fasst sich für sie alles, womit der Staat gegen die Durchseuchung seines Volkes Vorkehrungen zu treffen sucht, in Varianten von Freiheitsberaubung zusammen. Wie sie auf so etwas verfallen können, ist aufgeklärten Zeitgenossen ein Rätsel, das sie im höflichsten Fall mit Kopfschütteln quittieren.

Pandemie IX: Geschäft, Leben, Freiheit, Würde – schweres Geschütz gegen seuchenpolitische Vorsicht
Die „Öffnungsdiskussionsorgie“

Eins kann man der Merkel-Regierung nicht vorwerfen: Sie würde ihren Shutdown und ihre Vorsicht bei seiner Lockerung nicht rechtfertigen. Damit eröffnet die Regierung selbst – wie das bei Rechtfertigungen nun einmal so ist – die Diskussion über die Berechtigung der Fortdauer ihrer seuchenmedizinisch begründeten Einschränkungen. Die Regierung kriegt die Debatte, die sie lieber vermieden hätte; und zwar exakt an ihren Vorgaben entlang.

Pandemie VIII: Der Lockdown zieht sich in die Länge
Klassenbewusstsein von rechts
Je länger die Coronakrise andauert, desto lauter wird die Kritik an den von den Regierungen ergriffenen Maßnahmen.

Pandemie VII: Kredit und internationale Konkurrenz
Mit Weltgeld gegen die „Corona-Krise“
Die Regierung in Berlin begegnet der „Corona-Krise“ mit erklärtermaßen unbegrenzten Mitteln, fürs Erste mit einem Finanzvolumen von der dreifachen Größe des jährlichen Bundeshaushalts. Die Summe relativiert sich zwar, da sie zum größeren Teil aus Kreditgarantien besteht, die hoffentlich nicht voll in Anspruch genommen werden. Dennoch: So etwas muss ein Staat sich leisten können. Deutschland kann, wie die Regierung stolz vermeldet.

Pandemie VI: Frohe Ostern
Hinterher wird nichts mehr wie vorher sein – von wegen!
Vom Bundespräsidenten bis zur Wirtschaftsredaktion der SZ und über den Papst wieder zurück: Direkt oder vermittels geschichtswissenschaftlicher Belehrungen wird die Menschheit ermahnt, optimistisch in die Zukunft zu blicken, die Krise als Chance dafür zu nehmen, dass alle irgendwie alles irgendwie besser machen, weil sowieso alles irgendwie nicht mehr so weiter geht wie bisher. So stellen die Anwälte des herrschenden Systems die Systemfrage – auf ihre Weise.

Pandemie V
Exkurs zum Thema Volksgesundheit
Die politisch Zuständigen beschönigen nicht den Einsatz hoheitlicher Gewalt, sie rechtfertigen ihn mit den Geboten der seuchenmedizinischen Vernunft. Mit Vernunft reklamiert die Politik, dass sie im Sinne und im Interesse derer handelt, die sie ihren Maßregeln unterwirft. Dabei zeugt die Gewalt, die sie aufwendet, davon, dass der Zweck, den sie mit ihren Vorschriften verfolgt, nicht der der Betroffenen ist. Was ist also die Sache, die der Staat über sein Volk verhängt, wenn er für sein sturzvernünftiges Vorgehen ohne Gewalt nicht auskommt? Und auf wen bzw. auf welche Interessen trifft er mit seiner gewaltsam verordneten Vernunft?

Pandemie IV
Die Belastungsprobe
Die Kanzlerin macht ihrem Volk nichts vor. Demonstrativ unaufgeregt – die Melodramatik überlässt sie ihren Ministern und auswärtigen Kollegen – kündigt sie an: Ihre Regierung unterzieht die Nation einer harten Belastungsprobe.

Pandemie III
Die wirkliche Doppelkrise
Im Lauf des März geraten nach und nach und bis auf Weiteres zwei Lebensbedingungen der Nation in Gefahr: Volksgesundheit und Volksernährung.

Pandemie II
Vom demokratischen Sinn einer Seuche
Braucht die CDU „Aufbruch und Erneuerung“? Oder eher „Kontinuität“? Wäre die Nation mit F. Merz als Kanzler/kandidat besser bedient? Oder mit A. Laschet? Die Befassung der demokratischen Öffentlichkeit mit dieser Streitfrage war gerade in Gang gekommen und hätte so erregend werden können. Aber mit „Corona“ herrschen nicht bloß im Alltagsleben der Nation andere Prioritäten: Unter Seuchenbedingungen lebt die parteipolitische Konkurrenz nach einem etwas anderen Muster ganz kräftig auf.

Pandemie I
So war ‚Globalisierung‘ nicht gemeint!
Er könnte so schön sein, der vollendete Weltmarkt: Die stärksten Kapitale nutzen den Globus für die profitsteigernde Organisation weltumspannender Wertschöpfungsketten, fürs zentralisierte Abschöpfen von Kaufkraft für das an den Börsen vorweggenommene Wachstum der kapitalistischen Unternehmenswelt. Auch das ist doch eigentlich nur schön: die Menschheit zu ihrem kommunikativen Glück über Handy und Facebook weltweit vernetzt, von Influencern über die Schönheiten des kapitalistischen Alltags umfassend ins Bild gesetzt.

Und jetzt das…

Donnerstag, 23.01.2020: Die Frau im Kapitalismus

Juristisch gleich, moralisch geachtet, schlecht behandelt

KARLSRUHE: Donnerstag, 23. Januar 2020, 19:00 Uhr
Barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Auch nach der längst erreichten rechtlichen Gleichstellung mit dem Mann, auch nachdem Frauen heute die Mehrheit der Abiturienten und dabei die mit den besseren Noten, in vielen Studiengängen die Mehrheit der Studenten stellen, nachdem sie manche vordem als Männerdomänen bekannte Berufsfelder erobert haben, gibt es noch immer genug Diskriminierung und sexuelle Unterdrückung des weiblichen Geschlechts. Frauen führen den Kampf dagegen, indem sie der Männerwelt den Vorwurf machen, nach wie vor den fälligen Respekt für die Selbstbestimmung und eine selbstbewusste Rolle der Frau zu verweigern, in einem alten Denken und gestrigen Rollenbildern der Geschlechter zu verharren. Mit der Forderung nach Respekt rennen die Protagonisten der Geschlechtergerechtigkeit überall – in Politik, Öffentlichkeit und schon gleich im akademischen Bereich – offene Türen ein. Sieht man von ganz konservativen Kreisen, die vom traditionellen Familienbild nicht lassen wollen, und von den Kultfiguren des Gangsta-Rap ab, gibt es keine Stimme, die vor den Frauen als vollwertigen, beruflich und überhaupt selbstbestimmten Mitgliedern der Gesellschaft nicht den Hut ziehen würde. Überall gibt es Gleichstellungsbeauftragte, Frauenförderung und Frauenlehrstühle; an Unis und im linken Milieu ist das „Gendern“ verbreitet: Durch die Modifikation von Wörtern und Grammatik besteht man darauf, dass in jedem Satz, in dem von menschlichen Subjekten die Rede ist, der Frau noch einmal eigens gedacht und ihr die Ehre erwiesen wird.

Woran liegt es dann, dass der allgemein bekräftigte gute Wille nicht viel ändert an den sozialen Benachteiligungen, Beleidigungen, An- und Übergriffen, die Frauen erfahren?

Woran liegt es, dass die offizielle Moral sich von der praktisch gelebten so trennt?

Anders gefragt:
Haben die gesellschaftlichen Positionen und Rollen, auf die die Frauen festgelegt sind, nicht doch handfestere Gründe als frauenfeindliche Vorurteile der Männer, Gründe, denen man mit dem Einfordern und Abliefern von Respektbezeugungen überhaupt nicht beikommt?

Dienstag, 09.07.2019: Fridays for Future

Herablassung, Umarmung, Vereinnahmung, Abfuhr

KARLSRUHE: Dienstag, 09. Juli 2019, 19:30 Uhr
Barrio 137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Dass die Zustimmung, die euch in der deutschen Öffentlichkeit und aus der Politik entgegenschlägt, nichts wert ist, werdet ihr selber schon gemerkt haben. Ihr werdet beachtet – und eingemeindet. Von Leuten und Instanzen, die mit dem Gebrauch ihrer Macht für genau die Zustände sorgen, gegen die ihr protestiert. Eingemeindet in eine öffentliche Debatte, deren Irrelevanz für den praktischen Gang der Dinge ihr zur Genüge erfahrt. Bemerkens- und bedenkenswert an den vielen heuchlerischen Grußadressen an euren Protest sind die Titel, die Gesichtspunkte, die großen Werte, unter denen ihr mit euren Demonstrationen gut gefunden werdet.

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Dienstag, 12.03.2019: Arbeit und Reichtum (3. Termin)

Dienstag, 12.02.2019: Arbeit und Reichtum (2. Termin)

Lesekreis zum Buch

„Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“
Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen
Arbeit und Reichtum

2. Termin, Einstieg noch möglich

KARLSRUHE: Dienstag, 12. Februar 2019, 19:00 Uhr
Barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Dienstag, 08.01.2019: Arbeit und Reichtum

Auftakt zum Lesekreis zum Buch

„Beschäftigung“ – „Globalisierung“ – „Standort“
Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen
Arbeit und Reichtum

KARLSRUHE: Dienstag, 08. Januar 2019, 19:00 Uhr
Barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Wir beginnen mit der Besprechung des ersten Kapitels.

Link zum Buch (Bestellinformationen, Vorwort, etc.)

Klappentext:

Alle brauchen Arbeit – viele finden keine. Man kann das für ein soziales Problem halten und sich vorstellen, „Beschäftigungsförderung“ wäre die passende Antwort, mit staatlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und einer Senkung der Lohnnebenkosten, mit der „Schaffung von neuen Arbeitsplätzen“ durch Teilzeit- und Leiharbeit, oder wie auch immer. Über eine gewisse Absurdität muss man sich dabei allerdings schon hinwegsetzen: Wenn es nicht mehr so viel zu tun gibt, das Nötige von weniger Leuten in kürzerer Zeit zu erledigen ist – warum braucht dann überhaupt jeder Arbeit und so viele vollgepackte Arbeitsstunden, um leben zu können? Dass weniger Arbeit ersparte Mühe bedeutet: Warum gilt die Gleichung nicht?
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Dienstag, 11.12.2018: Chemnitz, Köthen und kein Ende

Vortrag und Diskussion: Der Geist der Nation 2018:
Gehässiger Nationalismus, der sich immer noch
unterdrückt vorkommt

Falsches rechtes Denken
und die verkehrte Kritik daran

KARLSRUHE: Dienstag, 11. Dezember 2018, 19:30 Uhr
Barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Von den Rechten hört man:
„Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“
„Fremde kriegen alles, wir kriegen nichts!“
„Deutschland den Deutschen!“

Die Kritiker halten dagegen:
„Toleranz statt Ausgrenzung!“
„Bunt statt braun!“
„Herz statt Hetze!“

Was taugen diese Parolen? Stimmen die mit ihnen vorgetragenen Argumente?

Wir möchten dieser Frage in einer Diskussion mit allen Interessierten nachgehen, gleichgültig, ob sie sich einem Lager zuordnen oder ob sie noch ganz andere, eigene Positionen vertreten.

Donnerstag, 22.11.2018: Arbeit und Reichtum

Arbeit schafft den Reichtum dieser Gesellschaft!
Die Arbeitenden werden dabei jedoch nicht reich –
die wirklich Reichen arbeiten nicht.

Die Arbeit und der Nutzen aus ihr fallen offensichtlich nicht zusammen. Warum ist das so?

Diskussionsveranstaltung zum kapitalistischen Verhältnis von Arbeit und Reichtum

KARLSRUHE: Donnerstag, 22. November 2018, 19:00 Uhr
Barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Auch im 21. Jahrhundert ist die Armut selbst in den ökonomisch erfolgreichen Staaten nicht beseitigt. Vielmehr dokumentieren Armutsberichte, die regelmäßig den aktuellen Stand der prekären Lebensverhältnisse eines erheblichen Teils der Bevölkerung ins öffentliche Bewusstsein rücken, dass Armut auch in der europäischen Wirtschaftsmacht Deutschland zur Normalität gehört. In dieser Wirtschaftsweise gilt offensichtlich nicht, dass wirtschaftlicher Erfolg Armut überwindet. (mehr…)

Dienstag, 26.06.2018: „Kampf dem Klimawandel“ Teil 2

KARLSRUHE: Dienstag, 26. Juni 2018, 19:30 Uhr barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Dienstag, 08.05.2018: „Kampf dem Klimawandel“

Energiepolitik als Menschenrettung

Diskussionsveranstaltung

KARLSRUHE: Dienstag, 08. Mai 2018, 19:30 Uhr
barrio137 (Luisenstraße 31, KA Südstadt)

Wieder einmal fand eine UN-Klimakonferenz statt, diesmal in Bonn. Wieder wurde die „Klimakatastrophe“ beschworen. Wieder wurde gefeiert: Fast alle Staaten stellen sich seit Paris ihrer Verantwortung für dieses „Menschheitsproblem“! Und wieder wurde gleichzeitig bekanntgemacht: Ungeachtet aller Katastrophenszenarien steigt die CO2-Emmission weltweit. Gerade die „großen Industrienationen“ blasen munter weiter „Treibhausgase“ in die Luft. Insbesondere auch der Gastgeber Deutschland wird seine Emissionsziele verfehlen.
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